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Gehirnjogging – Fitness fürs Gehirn

Freitag, Februar 25th, 2011

Jeden Tag muss unser Gehirn Millionen von Eindrücken verarbeiten. Selbst in unseren Träumen kommt es nicht zur Ruhe und erledigt „Liegengebliebenes“. Um optimal zu arbeiten, kann man es tatkräftig mit dem richtigen Training unterstützen. Gehirnjogging ist hier das Stichwort. Die Angebote in dieser Hinsicht sind dabei vielfältig. Es gibt sie als Computerspiele für tragbare Konsolen oder auch als Online-Angebote im Netz. Selbstverständlich kann man sie auch ohne elektronische Unterstützung auf Papier nutzen. So zum Beispiel mit dem mittlerweile zunehmend beliebteren Sudoku. Das aus Japan stammende Zahlenspiel mit den Ziffern ein bis neun fördert die Konzentrationsfähigkeit und das logische Denken. Dabei geht es nicht um das Abrufen von erlerntem Wissen, sondern hier wird das „Denken“ durch Kombinatorik geschult. Schon fünf bis zehn Minuten täglichen Gehirnjoggings verringern nach signifikanten Untersuchungen von Verhaltensforschern die Anfälligkeit für eine Alzheimerdemenz erheblich. Doch nicht nur für Menschen ab der Lebensmitte ist ein solches Gedächtnistraining zu empfehlen, sondern es fördert die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen in allen Altersstufen. Dazu zählt auch die sogenannte „Kognitive Flexibilität“, wo hauptsächlich durch räumliches Denken und Orientierung das Gehirn in Schwung gebracht werden soll, was sich später bei Dingen auszahlt, die neu erlernt werden. Das kann das Merken von neuen Telefonnummern bis hin zu Gesichtern betreffen. Doch auch simples Kopfrechnen fördert die Leistungsfähigkeit unserer „Denkzentrale“. Vor allem zeigen sich erste Erfolge schon nach kurzer Zeit, denn durch die geistige Arbeit wird das Gehirn besser durchblutet und neuronale Verknüpfungen regenerieren sich oder entstehen gar komplett neu. Speziell in den Regionen, die durch den normalen Alterungsprozess allmählich nachlassen. Aber egal, welcher Art von Gehirnjogging man auch nachgeht, es sollte immer Spaß machen, dann fällt es umso leichter. Das kann nach den Richtlinien der Neuropsychologen auch das Erlernen einer neuen Sprache oder das Singen in einem Chor sein. Es ist also nicht schwer, auch bis ins hohe Alter geistig fit und rege zu bleiben, solange man seinem Hirn nur genügend geistigen Input bietet. Dabei muss es nicht immer intellektueller Hochleistungssport sein.